Über uns

Das FELD INSTITUT Köln ist die Keimzelle aller FELD INSTITUTE, die von unseren Partnern im DACH-Raum geführt werden. Unsere Vision ist eine verbundene Welt. Unsere Mission ist das Verbinden. Unsere Identität entspringt der kontinuierlichen Umsetzung und Erfahrbarkeit systemischer Intelligenz in der Arbeit mit Menschen, Gruppen und Organisationen.
Hier erfahren Sie ein bisschen mehr über unsere Hintergründe.
Warum heißen wir FELD INSTITUT?
In der Physik beschreiben Felder Wirkzusammenhänge, die komplexer sind als einfache Wenn-dann-Ketten. Sie sind unsichtbar, und doch strukturieren sie jede Bewegung, jede Orientierung und jedes Verhalten. Ein Feld schafft Bedingungen, die bestimmte Möglichkeiten erst wahrscheinlich machen.
Übertragen auf soziale Systeme – ob Familien, Teams oder Organisationen – bedeutet das: Wir sind Teil unsichtbarer Felder, die unser Verhalten und unsere Dynamiken prägen. Wir nennen diese Wirkzusammenhänge ‚verborgene Dynamiken‘.
Wahre Veränderung beginnt daher nicht bei isolierten Maßnahmen oder einzelnen Personen. Sie beginnt im Dazwischen: in den Momenten der Verbindung und in den Feldern, die durch unsere Kommunikation entstehen. Ändern wir das Feld, ändern wir die Verbindungen – und damit die Dynamik und die Potenziale für Entwicklung.
Systemische Arbeit am FELD bedeutet für uns, diese unsichtbaren Zusammenhänge wahrnehmbar, sichtbar und gestaltbar zu machen.
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Menschliches Verhalten ist eine Funktion
Es gibt noch einen zweiten Blick auf den Aspekt des FELDs: Kurt Lewin (1890–1947) revolutionierte unser Verständnis von menschlichem Verhalten. Seine Kernthese lautet: Menschliches Verhalten (V) ist eine Funktion von Person (P) und Umwelt (U). Er goss dies in die berühmte Formel: V = f(P, U).
Was bedeutet das für uns im FELD INSTITUT?
Für unsere Arbeit ist Lewins Feldtheorie weit mehr als eine psychologische Formel – sie ist unsere Haltung.
- Vom Individuum zum System: Wir betrachten nicht nur die einzelne Person, sondern das gesamte Feld, in dem sie sich bewegt. Verändert sich das Feld, wandelt sich zwangsläufig auch das Verhalten der Menschen darin.
- Dynamik statt Statik: Ein Feld ist niemals starr. Spannungen sind keine Fehler, sondern notwendige Energien – sie sind der Motor, der nach Veränderung und einem neuen, stabileren Gleichgewicht strebt.
- Die Macht der Gegenwart: Ganz im Sinne von Kurt Lewin fokussieren wir uns auf das Feld im Hier und Jetzt, denn nur hier ist Verhalten beeinflussbar. Durch die Arbeit mit dem „Wissenden Feld“ machen wir verborgene Kräfte der Vergangenheit im gegenwärtigen Moment sichtbar – und damit endlich gestaltbar.
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Feldwahrnehmungen
Für Kurt Lewin war Wahrnehmung nie objektiv. Er war überzeugt: Wir sehen die Welt nicht als Ansammlung neutraler Fakten, sondern als ein dynamisches Geflecht aus Bedeutungen und Kräften.
Das Zentrum dieses Geschehens ist das innere Spannungssystem: Ein unerfülltes Bedürfnis – sei es der Wunsch nach Anerkennung, Sicherheit oder ein offener Arbeitsauftrag – verändert unmittelbar, wie wir unser Umfeld wahrnehmen:
- Positive Valenz: Dinge, die uns helfen, unser Bedürfnis zu erfüllen, „leuchten“ im Feld auf und ziehen uns aktiv an.
- Negative Valenz: Hindernisse, die uns blockieren, nehmen wir als Barrieren oder Bedrohungen wahr.
Wir nehmen also nicht ‚alles‘ wahr, sondern nur das, was für unsere aktuelle psychische Spannung relevant ist. Lewins Fazit: Das Feld ist für jeden Menschen ein anderes, weil jeder von uns seine ganz eigenen Bedürfnisse und Spannungen in den Raum mitbringt.
Was bedeutet das für unsere Praxis?
Wenn wir in Organisationen oder Teams zusammenarbeiten, prallen oft nicht nur unterschiedliche Meinungen aufeinander, sondern völlig verschiedene ‚Wahrnehmungsfelder‘. Was für den einen eine hilfreiche Unterstützung ist, erscheint dem anderen als Bedrohung – einfach, weil das innere Spannungssystem gerade eine andere Priorität setzt.
Systemische Intelligenz bedeutet hier, genau diese ‚verborgenen Dynamiken‘ zu erkennen. Wir lernen, das Feld nicht mehr nur aus unserer persönlichen, gefilterten Perspektive zu sehen, sondern die Dynamiken der anderen mit einzubeziehen. Erst wenn wir begreifen, welche Bedürfnisse das Feld für unser Gegenüber strukturieren, werden echtes Verständnis und eine konstruktive Zusammenarbeit möglich. Wir gestalten das Miteinander dann nicht mehr gegen die Wahrnehmung des anderen, sondern in einem bewussten, gemeinsamen Feld.
Was bedeutet systemische Intelligenz im FELD INSTITUT?

In der Natur gibt es kein Leben und keine Entwicklung ohne Verbindung. Sie ist die Grundbedingung für die Entstehung von Leben und wirkt als emergenter Impuls für alles, was aus dem Lebendigen entspringt und aus seinem Kern heraus Potenzial entfaltet.
Organismen, die für sich allein nur begrenzt wirksam wären, sind ständig damit beschäftigt, durch Verbindung etwas Größeres zu erschaffen. Das gilt für Ameisen ebenso wie für Menschen. Gemeinsam bringen wir etwas hervor, das allein undenkbar wäre – und genau dieser Drang nach dem Gemeinsamen treibt uns an.
Wir verbinden uns, um Teil von etwas zu werden, das größer ist als wir selbst. Im Moment, in dem dieses ‚Größere‘ durch unsere Verbindung entsteht, werden wir zu einem untrennbaren Teil davon. Fortan ist es unsere Aufgabe, dieses System zu erhalten und weiterzuentwickeln – sei es in Liebesbeziehungen, Freundschaften, Familien, Vereinen oder in komplexen Organisationen und Gesellschaften.
Unser Sein ist ein andauerndes Werden, eine ewige Symbiogenese mit allem Seienden. Diese Symbiogenese folgt Prinzipien, die wir als ‚Systemische Intelligenz‘ bezeichnen.
Der Begriff ‚Intelligenz‘ (von lateinisch inter = zwischen und legere = lesen, sammeln, auswählen) bedeutet wörtlich nicht einfach nur ‚Verstehen‘. Er meint: das Zwischenliegende erfassen, Zusammenhänge lesen und feine Unterschiede wahrnehmen. Intelligenz basiert also nicht primär auf Wissen oder Expertise, sondern auf der Fähigkeit, Verbindungen und deren Qualität zu erkennen und zu gestalten. Insofern ist Intelligenz immer systemisch – die Kombination ist eigentlich eine Tautologie, wie ‚weißer Schimmel‘.
Wenn wir den Begriff ‚Systemische Intelligenz‘ dennoch verwenden, dann als bewussten Hinweis auf die Erkenntnisse aus Systemtheorie und Gestaltpsychologie. Diese Metatheorien bilden das fundamentale Fundament unserer Arbeit mit Menschen, Gruppen und Organisationen. Außerdem, so zeigt unsere Erfahrung, versteht jeder sofort den Terminus, der im Übrigen von unserem niederländischen Kollegen Paul Zonneveld geprägt wurde.
Gründungspartner, Feldpartner, Kooperationspartner
Stephanie Hartung hat das Kölner FELD INSTITUT 2018 als Nachfolgeorganisation ihres Beratungsunternehmens gegründet. In 2029 kamen Partner hinzu, die in ihren Beratungsfeldern systemisch ausgerichtet sind. Zu ihnen gehören Jürgen Ziemann, Ulrich Wilke und Wolfgang Spitta. Wilke und Spitta haben das FELD 2023 und 2025 verlassen, weil sie ihren Fokus verschieben und sich auf andere Bereiche der Beratung konzentrieren wollten.
In 2024 und 2025 sind neue Partner mit Standorten in Zürich, Wien und Hannover dazugekommen – Peter Eichenberger, Linda Syllaba und Lars-Christian Börner.
Informationen über FELD Partner mit eigenen FELD INSTITUTen im Dachraum finden Sie hier.
Stephanie und Jürgen haben über die Jahre die Marke FELD INSTITUT weiter auf- und ausgebaut. Mit FOKUS auf systemische Weiterbildung und Qualitätssicherung in der systemischen Beratung haben sie ein Alleinstellungsmerkmal entwickelt, zu dessen Bekanntmachung nicht zuletzt die zahlreichen Publikationen von Stephanie beitrugen.
Zeitgleich wollten Stephanie und Jürgen angesichts ihrer internationalen Engagements mit Ihrem Unternehmen CONSTELLATORS INTERNATIONAL (CI) den Wirkungsbereich des FELD INSTITUTs mit Fokus auf Qualitätssicherung ausweiten. Über CI erfahren Sie weiter unten mehr.
Offenheit und niederschwelliger Zugang: Stephanie
Im Jahr 2011 – rund 15 Jahre nachdem Stephanie erstmals mit der systemischen Aufstellungsarbeit in Berührung kam – rief sie die offenen Aufstellungsabende ins Leben. Ihr Antrieb war eine klare Beobachtung: Menschen in Krisen erhielten oft zu spät oder gar keine Unterstützung. Angelehnt an das Prinzip der Anonymen Alkoholiker öffnete sie wöchentlich ihre Türen für alle, die Begleitung und einen geschützten Raum suchten. Durch den niederschwelligen Zugang und eine bewusst moderat gehaltene Teilnahmegebühr etablierte sich das Format schnell.
Was damals in Fachkreisen teilweise für Irritationen sorgte, ist heute für viele Berater und Aufsteller ein bewährtes Modell für den Aufbau der eigenen Praxis. Stephanie hat damit einen Standard gesetzt. Ihre offenen Abende sind bis heute ein fester Bestandteil des Kölner FELD INSTITUTs: Sie finden in einem 14-tägigen Rhythmus statt, sind zumeist lange im Voraus ausgebucht und bilden eine tragende Säule unseres Angebots.

Ergänzend zu den Aufstellungsabenden bietet Stephanie regelmäßige Seminare zu Themen rund um Selbst- und Persönlichkeitsentwicklung sowie Trauma-Integration und -Heilung.
Durch ihr internationales Netzwerk – insbesondere im Kontext von CONSTELLATORS INTERNATIONAL (CI) – lädt Stephanie regelmäßig führende Kollegen aus der ganzen Welt nach Köln ein, um deren Arbeit in einem inspirierenden Rahmen zu präsentieren. Umgekehrt ist sie selbst ein gern gesehener Gast bei internationalen Fachveranstaltungen und Ausbildungsprogrammen.
Neben ihrer Tätigkeit als systemische Beraterin teilt Stephanie ihre Expertise in zahlreichen Büchern und Essays. Eine Übersicht ihrer aktuellen Publikationen finden Sie unter dem Menüpunkt ‚Publikationen‘. Mehr über ihren persönlichen Werdegang erfahren Sie zudem unter ‚Stephanie Hartung‘ in der Rubrik ‚Kölner FELD Partner‘.
Systemische Intelligenz strukturell umgesetzt: Jürgen
Jürgen setzt seine Expertise aus 30 Jahren als Top-Manager in der Entsorgungswirtschaft heute strukturell-systemisch um. Als Berater befasst er sich heute mit der Organisation und Gestaltung von Einkauf und Implementierung komplexer Dienstleistungen für Konzerne.
Weitere Informationen über Jürgen finden Sie ebenfalls im Menüpunkt Jürgen Ziemann unter Kölner FELD Partner.
Das FELD und CONSTELLATORS INTERNATIONAL
CONSTELLATORS INTERNATIONAL (CI) ist eine Ausgründung des FELD INSTITUTs Köln von Stephanie und Jürgen. Die Organisation startete 2019 und ist heute die größte internationale Community systemischer Berater. CI betreibt eine Plattform, auf der systemische Berater und Therapeuten aus aller Welt kostenfrei ihre professionellen Profile aufsetzen und Informationen über ihre Veranstaltungen und Publikationen veröffentlichen können.

Außerdem verleiht CI Internationale Anerkennung für Aufsteller, Ausbilder und Ausbildungen. Das Anerkennungsverfahren wurde mit einem internationalen Team anerkannter Kollegen entwickelt. CI betreibt einen eigenen Buchverlag und organisiert regelmäßige Veranstaltungen wie z.B. den erfolgreichen CI Kongress, der alle zwei Jahre stattfindet.
